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SV 1885 Teutschenthal, Abteilung Leichtathletik (1606), Artikel vom 08.11.2009

Ein langersehnter Wunsch ging am 08.11.2009 in Erfüllung

Die klassische Strecke von Marathon nach Athen!

Tief beeindruckt bin ich aus Athen, der Hauptstadt Griechenlands, zurückgekehrt. Vor dem Höhepunkt habe ich mit anderen Sportlern unseres Landes viele Se-henswürdigkeiten besichtigt. Nur einige seien hier genannt: die Akropolis, eine Vielzahl von Tempeln so z. B. die Agora mit dem Tempel des Hephaistos und der Athena, das Dionysostheater, das Panathinaikon-Stadion, den Poseidon-Tempel am Kape Sounion und der Hafen von Piräus. Vor fast 2500 Jahren haben die Athener in einer Schlacht (490 v.Chr.) die Perser besiegt. Ein griechischer Soldat 42.195 Meter läuft von Marathonas (neugriechische Bezeichnung) nach Athen, um den glorreichen Sieg der Griechen gegen die Barbaren zu verkünden. „Freut euch, wir haben gesiegt“ sollen seine letzten Worte gewesen sein bevor er verstarb. Diese ursprüngliche Strecke wurde auch bei den ersten modernen Olympischen Spielen im Jahr 1896 gelaufen und es entwickelte sich der uns allen bekannte Marathonlauf.

1983 hat man den 1. Athen Classic Marathon aus der Taufe gehoben. Aus Anlass der Olympischen Spiele in Athen 2004 wurde in Marathonas ein schönes Sportgelände errichtet, um den Marathon-Start von dort zu ermöglichen. Die Athleten der Olympischen Spiele und der Paralympics beendeten ihre Läufe in dem schönsten und historischen Stadion der Welt, dem Panathinaikon Stadion. An gleicher Stelle war am Sonntag, den 08.11.2009, 09.00 Uhr der Start für ca. 4000 Läufer, aus über 20 bis 25 Nationen, zum 27. Athen Classic Marathon.

Über 20 Sportler/innen unserer Reisegruppe haben diesen Marathon in Angriff genommen. Ich war sehr glücklich und nehme es deshalb vornweg, alle haben das Ziel im historischen Panathinaikon Stadion erreicht. Bei der Fahrt vom Hotel zum Start nach Marathonas haben wir auf der gegenüberliegenden Straßenseite den größten Teil des Streckenverlaufes kennengelernt. Weniger schön war, dass es leider regnete, welcher uns dann auch bis km 15 begleitete. Die Strecke führte zunächst nach Süden, wobei der Grabhügel der in der Schlacht von Marathonas gefallenen Athener umrundet wird. Danach wird die Stadt Nea Makri durchquert. Nach zehn flachen Kilometern kommen nun die ersten Anstiege. Bei Rafina (km 15) biegt der Kurs nach Westen ab, und über Pikermi (km 22,5), Pallini (km 27,5) und Gerakas (km 31,0) gelangt man nach Agia Paraskevi, wo bei km 32, mit 240 m über dem Meer der höchste Punkt der Strecke erreicht wird.
Im Streckenprofil waren auch etliche „Wellen“ zu verzeichnen, wo die Schritte im kürzer wurden und an 2 Stellen bin ich zu vorsichtshalber zu Fuß gegangen. Ab km 15 bis km 20 war es stark bewölkt. Dann kam die Sonne mit ihrer ganzen Kraft durch. Im Ziel waren es mehr als 20°C. Nachdem der höchste Punkt der Strecke überwunden war, ging es bergab durch Halargos (km 35,0) und Papagon (km 37,5) in die Kernstadt von Athen.
Der letzte Kilometer wurde zum Triumphzug, die Olympischen Ringe vor Augen und der gigantische Einlauf in das voll aus Marmor bestehende en eine Entschädigung für die harte und disziplinierte Arbeit auf der Strecke. Ein phantastischer Sportfreund aus Gelsenkirchen hat seinen 103. Marathonlauf bestritten. Dazu kommen noch 15 Ultra-Marathonläufe. Vor dem Start habe ich zu ihm gesagt, eine Zeit von 04:30 h ist für mich realistisch. Die Ziellinie habe ich in einer Zeit von 04:27:36 h (netto) erreicht. Von 268 Finishern in der AK 55 habe ich den 128.Platz belegt.
Die Eindrücke waren überwältigend und werden mir ewig in Erinnerung bleiben. Da ich weiß, dass der „harte Kern der Reisegruppe“ auf jeden Fall unsere Homepage besuchen werden, richte ich Grüße an Annelene, Rolf, Ingo, Edgar und Friedhelm.
Siegfried Ballenthin (11.11.2009)
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