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Abteilung Leichtathletik
(1606)
 des SV 1885 Teutschenthal e.V.
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  SV 1885 Teutschenthal, Abteilung Leichtathletik (1606), Artikel vom 10.02.2014 

Honolulu- Marathon

Im Jahr meines runden Geburtstages wollte ich mir einen absoluten Urlaubstraum erfüllen. Was lag näher, das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden. Nachdem ich den New York- Marathon avisiert hatte, entschied ich mich nach einem Tipp eines Lauffreundes, am Honolulu-Marathon teilzunehmen- dieser Tipp war goldrichtig.

Am 26.11.2013 ging es voller Vorfreude ab Leipzig los.

Nach 9 Stunden Flug ab Frankfurt a.M. landeten wir zu einem kurzen Zwischenstopp im regnerischen Washington. Nachdem die nervige Zollprozedur erledigt war, sprinteten wir zum Anschlussflug nach San Francisco. Im Sprint konnte ich schon sehen, wer zu meiner Laufgruppe gehörte. Nach weiteren 5 Stunden Flug landeten wir dann in San Francisco. Der erste Tag hat doch ganz schön geschlaucht. Immerhin waren wir fast 16 Stunden in der Luft. Gegen 4 Uhr Ortszeit war die Nacht beendet. Der Jetlag hatte zugeschlagen. Nach einem ergiebigen Frühstück starteten wir zu einer Rundfahrt mit den berühmten und altehrwürdigen Cable Cars. Ein besonderes Highlight mit Gänsehautfeeling war die Besichtigung und Überquerung der Golden Gate Bridge. Leider verbrachten wir nur 2 Tage in dieser wunderschönen Stadt.

Nach einem weiteren Flug von 5 Stunden begrüßte uns Big Island, die größte Insel des Bundesstaates Hawaii, mit ungewohnt hohen Temperaturen. Ich hatte schon ein mulmiges Gefühl. Bei diesen Temperaturen einen Marathon laufen, viel Spaß Rudi!!! Die nächsten Tage habe ich versucht, den Marathon auszublenden. Ich wollte eigentlich nur die herrliche Insel genießen. Mit dem Ausblenden hätte es funktionieren können, wäre es keine organisierte Laufreise gewesen. So trafen sich die Läufer fast jeden Morgen 6:00 Uhr zum Laufen in den Sonnenaufgang. Nichtläufer, gibt es die überhaupt???, würden sicher schon an dieser Stelle mit dem Kopf schütteln. Es war aber ein unbeschreibliches Gefühl am Strand in den Sonnenaufgang zu laufen. Im Nachhinein war es eine gute Vorbereitung auf den Marathon. Damals wussten wir noch nicht, dass dieser Marathon der heißeste Marathon werden sollte. Von meinem Hotelzimmer in Kona hatte ich direkte Sicht auf die Wechselzone des legendären Ironman-Triathlons. Ich habe jeden Morgen die Sportler bewundert, die diesen spektakulärsten und schwierigsten Triathlon absolvieren. Nach einer wunderschönen Woche mit vielen Erlebnissen und unvergesslichen Eindrücken verließen wir Big Island. Am meisten hat mich dort die Lebensphilosophie der Hawaiianer beeindruckt. Um es auf einen Nenner zu bringen, HANG LOOSE, im wahrsten Sinne des Wortes. Das absolute Gegenteil zur hektischen Lebenseinstellung hier in Deutschland.

In Honolulu auf Oahu gelandet, schlug uns eine Hitze mit der entsprechend hohen Luftfeuchtigkeit entgegen. Als Tourist super, als Marathonläufer eher grenzwertig. Es war gut, dass wir uns auf Big Island halbwegs akklimatisieren konnten. Aber auf diese Temperaturen waren wir so nicht eingestellt.

Am 8.Dezember war es dann endlich so weit. Die schlaflose Nacht war 2:30 Uhr beendet. 3:30 Uhr traf sich die Laufgruppe. Gemeinsam gingen wir voller Erwartung ca. 3 km zum Start am Ala Moana Beach Park. Zu diesem Marathon hatten sich in diesem Jahr ca. 30.000 Läufer angemeldet. Darunter „gefühlte“ 40.000 Japaner. Damit ist der Honolulu-Marathon die wahrscheinlich größte japanische Marathonveranstaltung. Dieser Marathon ist für Laufeinsteiger sehr interessant, da es kein Zeitlimit gibt und leider auch keine Altersbegrenzung. Was man dort gesehen hat, wäre in Deutschland undenkbar und für mich der einzige Kritikpunkt an diesem wunderbaren Laufevent.

Der Start erfolgte pünktlich 5:00 Uhr mit einem herrlichen Feuerwerk. Leider habe ich von diesem Feuerwerk nicht viel mitbekommen, weil ich dort war, wo der Kaiser zu Fuß allein hingeht…, es sollte nicht mein letzter Aufenthalt dort gewesen sein. Verspätet reihte ich mich dann mit einem gewagten Sprung über die Absperrung, es gab sogar dafür Applaus, in das Läuferfeld ein.

Folgenden Abschnitt habe ich aus der Internetvorstellung meines Reiseveranstalters entnommen, den ich hier noch einmal für die tolle Reisebegleitung danken und bedenkenlos weiterempfehlen möchte: „Die Strecke verläuft am ‚Aloha Tower' vorbei quer durch das gut beleuchtete nächtliche Honolulu über den Ala Moana Blvd. und die Kalakaua Ave. Vorbei am weltberühmten Waikiki Beach, an dessen Ende die Läufer den Kapiolani Park mit dem Zielbereich rechts liegen lassen. Weiter geht es etwas bergauf quasi über den Fuß des „Diamond Head".

Wenn man nicht allzu schnell unterwegs ist, geht hier die Sonne auf und man hat einen phantastischen Blick über den schier unendlichen Pazifik. Etwa bei km 18,5 erreichen die Läufer den Kalanianiole Hwy. Dieser ist eine „Gegenverkehr Strecke", auf der der Normalläufer' dem späteren Sieger begegnet. Wenn man auf dem Rückweg bei km 35 den Highway verlässt, läuft man durch eine schöne, teils schattige Villengegend. Da heißt es die Seele baumeln lassen und Kraft schöpfen, denn vor einem liegt noch einmal der „Diamond Head". Doch ab dem Scheitelpunkt geht es nur noch eine Meile fast immer bergab. Und dann kommt sie, die phantastische stimmungsvolle Zielgerade zum Ziel im Kapiolani Park am Waikiki Beach - und da ist alle Mühe vergessen.“ Ich möchte an dieser Stelle noch erwähnen, dass dieser Marathon hervorragend organisiert war. Die Stimmung an der gesamten Strecke war phantastisch.

Im Vorfeld war schon klar, dass es eigentlich ein „Spaßlauf“ werden sollte. Trotzdem hatte ich mir eine Zeit unter 4 Stunden zum Ziel gesetzt Bis ca. 25 km war ich noch in meinem Zeitplan. Dann meldete sich mein Magen mit einem großen HALLO. Die letzten 17 km….na ja, es gab schon schönere Stunden in meinem Leben. Das schönste Erlebnis bei diesem Marathon hatte ich ca. 2 km vor dem Ziel. Als ich so vor mich hinwanderte , hörte ich auf einmal: „ Hi Rudi, do you like beer? Da ich „sehr sehr schlecht englisch“ verstehe und meine Frage :“ It`s cool?“ mit einem „Yes“ beantwortet wurde, war ich doch „völlig überrascht“, dass ich eine kühle Büchse, es war keine Cola, gereicht bekam. Die letzten 2 km bis zum Ziel lief ich unter 5 Minuten den Kilometer! Ob ich vielleicht meinen Trainingsplan umstellen sollte? Nach 4:27 h Bruttozeit erreichte ich dann das Ziel. Wenn man den verspäteten Start und die „örtlichen Auszeiten“ abrechnet, wäre es doch eine akzeptable Nettozeit geworden.

Nach 3 Tagen Erholung mit diversen Ausflügen und Strandbesuchen flogen wir zur letzen Reisestation nach New York. Dort war ein zweitägiger Aufenthalt geplant. Nach 9 Stunden Flug mit vorheriger 4 Stunden Verspätung erwartete uns völlig übermüdet das eiskalte New York. Neben der Zeitverschiebung hatten wir noch mit einem Temperaturunterschied von 40 Grad zu kämpfen. Wetterkapriolen verhinderten, dass wir pünktlich den Heimflug antreten konnten. Erst nach 2 Tagen „Zwangsaufenthalt“ landeten wir dann in Leipzig. Nach 3 Wochen, 8 Flügen und 5 Hotels endete dieses erlebnisreiche Laufevent.

Rüdiger Stolz

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 Mittwoch 
von 16.30 -18.00Uhr
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Freitag  15.00-16.30Uhr
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Senioren
jeden Di 19:00 Uhr
Sportplatz in Teutschenthal
(ab 10.04.2018)
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